Ein hausmeister musste auch mit dem Akkuschrauber umgehen können. Foto: Thomas Max Müller, pixelio.de

Mietshäuser: Der Beruf des Hausmeisters stirbt aus

Wer früher in einem Mehrfamilienhaus in einer Stadt wohnte, hatte es eigentlich ganz gut. Er brauchte sich weder um die Reinigung des Kellers noch um das Herausstellen der Mülltonnen groß Gedanken zu machen. Auch sahen die Grünanlagen rund um das Haus meistens gepflegt aus. Waren manchmal auch die eine oder andere Reparatur mit dem Akkuschrauber oder in der Wohnung zu verrichten, so hatte der Mieter beim Hausmeister immer ein offenes Ohr und zugleich Hilfe gefunden. Zudem kümmerte der Hausmeister im Winter sich darum, dass die Gehwege rund ums Haus von Schnee und Eis befreit waren.

Den Hausmeister gibt es bald nicht mehr

Der Hausmeister war kein Lehrberuf, doch muss ein Hausmeister etwas von Elektrik verstehen, um nicht nur eine Glühbirne auszuwechseln, sondern auch eventuelle Schäden am Elektrokabel zu erkennen. Auch sollte der Hausmeister etwas von Holzbearbeitung verstehen, wenn beispielsweise eine Wohnungstür klemmt oder schleift. Darüber hinaus sollte er natürlich auch mit Bohrmaschine, Akkubohrer oder Säge und Pinsel umgehen können.

Dies alles wird in einigen Jahren Vergangenheit sein, denn immer mehr Besitzer von Mehrfamilienhäusern beauftragen bereits heute einen Hausmeister-Service, welcher die erforderlichen Arbeiten verrichtet.

Viele Menschen haben sich damit selbstständig gemacht, um neben Wohnungsentrümpelungen auch noch ein anderes und zugleich sicheres Standbein zu haben. Für jeden Mieter ist der Hausmeister-Service im Notfall zwar telefonisch zu erreichen, doch kommt diese Servicekraft dann nur vorbei, um die gemeldeten Mängel zu beseitigen. Wenn dieser Hausmeister-Service eine wichtige Reparatur nicht selbst durchführen kann, so wendet er sich an einen Fachmann, welcher die Störung behebt.

Des Weiteren hat dieser Hausmeister-Service praktisch keine Zeit, um sich mit dem einen oder anderen Mieter zu unterhalten und ein belangloses Gepsräch zu führen. Zeit ist Geld, heißt es hier, und die Arbeitszeiten für den Hausmeister-Service sind extrem knapp bemessen, damit die Kosten hierfür so gering wie möglich gehalten werden.

Der Hausmeister ist vom Aussterben bedroht.