Funsport und Extremsportarten in der Stadt. Foto: Benjamin Hell / pixelio.de

Öffentliche Sportplätze in der Stadt: Sollten sie gefördert werden?

Die Förderung der öffentlichen Sportplätze in der Stadt stellt ein breit diskutiertes Feld dar. Nur wenig Einigkeit scheint es in dieser Debatte zu geben. Für immer mehr Trendsportarten oder Extremsportarten braucht man aber auch gar keine Sportplätze mehr. Bei Parkour wird die gesamte Stadt zum Sportplatz. Wie in fast jedem gesellschaftlichen Bereich und bei jeder Diskussion gibt es Befürworter und Kritiker, die ihre Meinung in den Raum werfen. Schwierig dabei auf einen gemeinsamen Konsens zu gelangen.

Funsport und Extremsportarten in der Stadt. Foto: Benjamin Hell  / pixelio.de
Trendsport und Extremsportarten in der Stadt. Foto: Benjamin Hell / pixelio.de

Sport zu fördern bedeutet gleichzeitig Förderung der Teamfähigkeit, der Leistungsfähigkeit und der körperlichen Betätigung. So klingt es, wenn die Befürworter ihre Stellung zum Thema Förderung der öffentlichen Sportplätze in der Stadt darlegen. Sie ersehen es als wichtig an, gerade im medialen Zeitalter die jungen Menschen dem Sport als Ausgleich zu Schule und gesellschaftlichen Erwartungen näher zu bringen.

Die Förderung der Jugend sei aufgrund des demografischen Wandels unabdingbar und man müsse es schaffen, eine Kommunikation außerhalb der medialen Welt zu schaffen. Sport sei dabei ein guter Anfang.

Man könne sich laut den Befürwortern zudem die Gegenfrage stellen. Warum sollten die öffentlichen Sportplätze in der Stadt denn nicht gefördert werden? Schließlich wäre die Stadt ein Ort, an dem viel Menschen zusammenkommen und leben würden. Die Befürworter sehen das geradezu als perfekte Voraussetzung, um die öffentlichen Sportplätze zu fördern.

Auf der Gegenseite stehen die Kritiker mit ihrer finanziellen Argumentation. Die Städte und Kommunen würden jetzt bereits ein allzu bekanntes Problem auf ihren Schultern tragen: das viel zu große Defizit im Haushalt. In einer solchen finanziell schwer organisierbaren Situation gebe es wichtigere Anliegen als einen öffentlichen Sportplatz in der Stadt zu fördern.

Man müsse nur an die von Schlaglöchern befallenen Straßen denken oder den Ausbau von Kindertagesstätten, um weitere Familien den Zuzug in eine Stadt schmackhaft zu machen und somit dem demografischen Wandel entgegen zu wirken.

Ebenso steht die Kosten-Nutzen-Relation im Raum mit der Frage, ob die Sportplätze bei erhöhter Förderung wirklich so stark genutzt werden würden wie angenommen.

Man sieht also: Das Thema ist noch lange nicht zu Ende diskutiert!

Focus-Artikel über Parkour